30 Minuten Resilienz – Ulrich Siegrist, Martin Luitjens

Wie man sich nicht unterkriegen lässt und ein Stehaufmännchen wird.

Meinung

Resilienz ist die eigene Widerstandsfähigkeit. Die Fähigkeit, gut mit einer Krise umzugehen und möglichst rasch und positiv aus ihr herauszutreten.

30 Minuten Resilienz bietet eine konzentrierte Zusammenfassung dessen, was Resilienz ist, und wie man die eigene Widerstandsfähigkeit stärken kann. Wobei 30 Minuten wohl die minimale Lesedauer sind. Wenn man das Buch nicht einfach runterliest und sich ein paar Gedanken dazu machen möchte, braucht man doch etwas länger.

Allerdings sind die farblichen Hervorhebungen sehr angenehm und würden ein Überfliegen ermöglichen. Wer ganz wenig Zeit hat, kann auch nur die letzten vier Seiten lesen, hier sind die wichtigsten Punkte pro Kapitel noch einmal aufgeführt.

Insgesamt gibt das Buch einen guten Überblick über das Thema Resilienz. Der Anfang ist theorielastig, wird jedoch von ein paar Beispielen aufgelockert. Richtig interessant waren die Faktoren, die die eigene Resilienz erhöhen können. Am Anfang steht zum Beispiel die stabile Persönlichkeit, die sich durch emotionale Stabilität, kognitive Fähigkeiten – vor allem im Sinne von Flexibilität in der Denkweise – und Kontaktfreudigkeit auszeichnet.

Die Ausführungen sind leicht verständlich. Allerdings hätte ich mir etwas mehr zur konkreten Umsetzung und Steigerung der Resilienz gewünscht.
Zwar gibt es einige Übungen. Diese beziehen sich jedoch vor allem auf das Handeln in der Krise, weniger auf die Vorbereitung.

Fazit

Wegen seines Umfangs von knapp hundert Seiten kann 30 Minuten Resilienz natürlich kaum in die Tiefe gehen. Ich empfand es aber auf jeden Fall als angenehm zu lesen und sehr geeignet als Hinführung zu dem spannenden Thema Resilienz.


 

Teil meiner Sachbücher 2015

2 Gedanken zu “30 Minuten Resilienz – Ulrich Siegrist, Martin Luitjens

  1. Ich habe mich mit diesem Thema nicht intensiv beschäftigt oder eingelesen und frage mich gerade, wie Übungen für Erwachsene zur Steigerung/Entwicklung der eigenen Resilienz aussehen könnten und – vielleicht liegt es an der Hitze – mir fällt kaum etwas ein. Über Rollenspiele vielleicht?

    • Es handelt sich vor allem um Visualisierungsübungen. Man soll sich zum Beispiel vorstellen – während man in einer Krise ist – man würde sich selbst in zwei Jahren besuchen. Das erschafft ein „Zielbild“ und man soll die Krise somit besser überwinden können.
      Eine andere Übung beinhaltet einen Resilienz-Check am Ende des Buches. Dadurch kann man dann herausfinden, wo die eigenen Ressourcen liegen, um diese weiter zu pflegen und zu stärken.

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