Castle in the Air – Diana Wynne Jones

Der Teppichhändler Abdullah ersteigert einen fliegenden Teppich und plötzlich werden alle seine Träume wahr – nicht nur die Guten.

„Castle in the Air“ ist die Fortsetzung zu „Howl’s moving Castle“, über das ich hier schon geschrieben habe.

Meinung

„Castle in the Air“ spielt, im Gegensatz zu Howl’s moving Castle“, im Abendland. Ein Setting, an das ich mich erst einmal gewöhnen musste.

Abdullah ist ein einfacher Teppichhändler und ein Tagträumer. Er stellt sich gerne vor ein Prinz zu sein, der als Kind von einem fiesen Räuber entführt wurde.
Als er eines Nachts von seinem magischen Teppich davongetragen wird und die wunderschöne Flower-in-the-Night in einem Garten trifft, hält er das auch für einen Traum.
Er hat kaum begriffen, dass es sich um die Wirklichkeit handelt, als Flower-in-the-Night von einem bösen Dschinn entführt wird.

Fest entschlossen, sie zu retten, zieht Abdullah los und muss sich auf seinem Weg mit einem zornigen Padishah, einer wilden Räuberbande, einem Dschinn, der immer das schlechteste aus den Wünschen der anderen macht, und einer monsterhaften Katze fertig werden.

Mit Abdulla hat die Geschichte eine liebenswerte Hauptfigur. Allgemein beschreibt Jones ihre Figuren mit viel Feingefühl und schaffte es mit wenigen Worten, dass ich ein komplexes Bild von jeder einzelnen hatte.

Jones Geschichte hielt viele spannende und für mich unerwartete Wendungen bereit. Nichts war, wie es schien…

Zitat

“I am a citizen of Zanzib, where every child learns to guard its rights, for it is certain that no one else will guard them. And I claim you have not yet granted me a wish today.”
“A quibble,” the genie said, swaying gracefully opposite him with folded arms. “One wish has been made.”

Schreibstil

„Castle in the Air“ ist gut und einfach zu lesen. Besonders amüsant ist die außerordentliche Höflichkeit, die Abdullah an den Tag legt. Diese ist auf dem Bazar von Zanzib wohl angebracht, wird von einigen von außerhalb aber als unpassend und nervenaufreibend empfunden.

Fazit

Amüsant, märchenhaft und mit dem für Jones typischen Ende, bei dem sich irgendwie alles fügt. Wem der erste Teil „Howl’s moving Castle“ gefiel, sollte unbedingt auch die Fortsetzung „Castle in the Air“ lesen.

2 Gedanken zu “Castle in the Air – Diana Wynne Jones

  1. Obwohl ich „Castle in the Air“ auch sehr mochte, hat es mir lange nicht so gut gefallen wie „Howl’s Moving Castle“. Zum ersten Mal hatte ich bei einem Diana-Wynne-Jones-Buch das Gefühl, dass sich die Geschichte in der Mitte ein bisschen zieht und sich die Autorin nicht ganz entscheiden kann, in welche Richtung Abdullah sich bewegen soll. Umso mehr habe ich dann das Ende (und das Wiedersehen mit Sophie) genossen.

    • Hm, das Gefühl hatte ich eigentlich gar nicht. Mich hat höchstens der plötzliche Orstwechsel irritiert.
      Das Wiedersehen mit Sophie und den anderen hat mir aber auch richtig gut gefallen. Vor allem, weil ich es überhaupt nicht erwartet hatte.

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