Das Schlimmste, das einem Autor passieren kann

Wie die Überschrift schon sagt, möchte ich heute darüber reden, was mir richtige Probleme bereitet. Es geht hier nur um den Schreibprozess.

Aber was ist nun das Schlimmste? Eine Schreibblockade? Ein Plottwist, der doch nicht so unerwartet ist, wie geplant?

Ungehorsame Charaktere!

Man macht sich die Mühe und gibt ihnen Namen, Charakterzüge, Ängste und Wünsche. Und im entscheidenden Moment weigern sie sich.

Chris: „Nein, ich will den Mann jetzt nicht töten.“

Ich (umschmeichelnd): „Aber du hast doch eine riesige Wut im Bauch. Nutze das doch, um Dampf abzulassen.“

Chris: „Ich habe vor zwei Seiten seine Familie kennengelernt. Der will ich jetzt keinen Kummer machen.“

Ich (zornig): „Das Treffen war total irrelevant. Ich werde es streichen. Jetzt weiter im Text.“

Chris: „Ich werde ihn trotzdem nicht töten.“

Ich (verzweifelt): „Warum denn nicht? Verdammt noch mal.“

Chris: „Du hast doch gesagt, ich sei friedfertig und freundlich.“

Ich: „Ja, am Anfang. aber mittlerweile sind dir so viele schlimme Sachen passiert-“

Chris: „Hiob ist auch nicht Amokgelaufen, als er alles verloren hat.“

Ich: „Vergleiche dich nicht mit der Bibel, Freundchen!“

Chris: „Ich vergleiche mich mit allem, das mir dienlich ist!“

(gehen wütend auseinander)

Leider besitzen meine Charaktere die Frechheit, alles, was ich je gelesen oder gehört habe, gegen mich zu verwenden.

Und wenn es einmal zu einer direkten Verweigerung gekommen ist, stockt die ganze Geschichte.

Eine Schreibblockade kann man aussitzen. Aber hier bin ich irgendwo falsch abgebogen. Das lässt sich nicht so mir nichts dir nichts beheben…

Was meine Gegenmaßnahmen sind und wie ich damit umgehe, beschreibe ich in einem anderen Post.

Was ist für dich das Schlimmste, wenn du am schreiben bist?

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