Der Prinz der Rache – Torsten Fink

Seine Mutter sieht in ihm einen Prinzen.
Die Gesellschaft sieht nicht mehr als eine Ratte.
Sein einziges Bestreben ist Rache.

Der Prinz der Rache ist ein Zusatzband zu Der Prinz der Skorpione-Trilogie und gehört zur Schattenprinz-Reihe. Obwohl er im selben Universum handelt, hat er nicht viel mit der eigentlichen Handlung der Trilogie zu tun.

Inhalt

Er sucht Vergeltung, er findet sein Verderben.

Viltor Merson wächst unter den Ärmsten der Armen auf. Doch das war nicht immer so, sondern erst seit sein Vater durch eine Intrige hingerichtet und seine Familie in die Slums verstoßen wurde. Doch Vil hat seiner toten Mutter versprochen, bittere Rache zu üben. […] Er ahnt nicht, dass sein Weg nur Schmerz bereit hält.
(Quelle: Kurzbeschreibung zum Buch)

Meinung

Der Prinz der Rache hat viele spannende Charaktere, eine lebhafte Welt und einen raffinierten Plot. Und doch, kam die Geschichte nicht an die anderen Bücher, die ich von Fink gelesen hatte, heran. (Der Prinz der Skorpione-Trilogie, Die Tochter des Magiers-Trilogie)

Es war nicht wie gewohnt, dass die Handlung sich auf wenige Tage beschränkte, voller Spannung, voller Aktion, voller parallellaufender Handlungsstränge. Nein, sie zog sich über Jahre und, auch wenn das an sich nichts Schlechtes ist, hat es doch nicht meine Erwartungen erfüllt.

Was mich aber tatsächlich an dem Buch gestört hat, war der allgegenwärtige, düstere Rachegedanke. Insgesamt schien mir der Prinz der Rache nur voll von düsteren Emotionen, ohne Platz für positive zu lassen. Zeitweise sorgte das dafür, dass ich das Buch am liebsten weggelegt hätte. Dagegen standen nur der spannende Plot und somit der Wunsch, zu wissen, wie es weitergeht.

Dieser Plot hatte nicht viel mit der Handlung aus der Trilogie gemein. Es gab einige wenige Überschneidungen und Teile der Handlung liefen zur selben Zeit ab, wie in der Trilogie. Auch ein paar bekannte Gesichter hatten ihren Auftritt. Im Grunde schien es mir jedoch viel mehr ein eigenständiges Buch als ein Teil der Schattenprinz-Reihe zu sein.

Trotz der negativen Aspekte, möchte ich betonen, dass der Prinz der Rache ein gutes Buch ist. Ich hatte aber dank der anderen Bücher von Fink sehr hohe Erwartungen.

Zitat

„Oh, Vil, in einer Stadt wie Xelidor hat jeder mit jedem und alles mit allem zu tun. Und dieser Mann ist dein Freund, wie ich erfahren habe. Pech für ihn.“

Schreibstil

Der Schreibstil von Torsten Fink ist gewohnt großartig. Er schafft es immer wieder, die richtigen Worte zu finden und so jede Figur zu etwas Besonderem zu machen.
Es scheint fast mühelos und die Worte fließen nur so dahin.

Fazit

Es ist nicht das beste Buch von Torsten Fink, aber ein gutes. Der Prinz der Rache hat eine spannende Handlung. Das kann über die negativen Emotionen hinweghelfen – oder eben nicht.

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