Der Prinz der Skorpione – Trilogie – Torsten Fink

Intrigen in Atgath.

Ein Auftragsmörder, der sein Gedächtnis verloren hat, und eine Köhlertochter mit Abenteuerlust geraten in den Machtkampf um die unscheinbare Stadt Atgath.

Denn Atgath ist voller Magie und die, die davon wissen, wollen sie an sich reißen.
So wie die Tochter des großen Skorpions, die über Leichen geht, um ihr Ziel zu erreichen.

Die Trilogie Der Prinz der Skorpione gehört zur Schattenprinz-Reihe. Sie beinhaltet die Bände Der Prinz der Schatten, Der Prinz der Klingen und Der Prinz der Skorpione.
Es sind weitere Bände der Schattenprinz-Reihe erschienen.

Inhalt

„Ein Assassine ohne Erinnerung …

Er hat alles vergessen. Er erinnert sich nicht einmal daran, wie er heißt. Doch eines wird dem Namenlosen rasch klar: Der, der er einst war, will er nicht mehr sein. Denn er verfügt über die Fähigkeiten eines Assassinen, und die Vorstellung, jemanden zu ermorden, ist ihm zuwider. Bei den Nachforschungen über seine Herkunft stößt er immer wieder auf eine Gemeinschaft von Mördern, deren Name nur mit Schaudern geflüstert wird – die Bruderschaft der Schatten.“ (Quelle: Kurbeschreibung zu Der Prinz der Schatten)

Entgegen den Erwartungen, die der Klappentext bei mir auslöste, geht es nicht nur um eine einzige Person und ihr Schicksal. Die Trilogie Der Prinz der Skorpione hat viele Hauptfiguren. Und das ist gut so.

Meinung

Die Trilogie hat mich ab der ersten Seite gefesselt.
Und gewisse Charaktere haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.
Aber auch die Nebenfiguren, von denen es viele gibt, lassen die Geschichte richtig atmen und aufblühen.

Torsten Fink bevölkerte seine Welt mit Figuren, die sehr starke Motive haben. Das hat natürlich viel Konfliktpotenzial und das wird auch großartig genutzt. In diesem Kampf „jeder gegen jeden“, wusste ich meist mehr als die Figuren. Aber das hat sie nicht davon abgehalten, mich zu überraschen. In Der Prinz der Skorpione haben die Entscheidungen der einzelnen Figuren super zusammengespielt – oder sich viel mehr gegenseitig ausgespielt. Ich war begeistert, weil ich nie so recht wusste, wie es weiter geht, aber trotzdem einen Teil der Handlung erahnen konnte. Oder es zumindest glaubte.

Am Ende von Band eins hatte ich eine recht klare Vorstellung, wie es weitergehen würde. Nicht vom Ende selbst, aber doch zumindest von den nächsten fünfzig Seiten.
Sie wurde komplett durcheinandergewirbelt, als ich in Der Prinz der Klingen weiter las. Das lag vor allem an der reichen Umgebung, die Fink erschaffen hat. Unerwartete Entscheidungen trieben die Geschichte plötzlich in eine völlig neue Richtung.

Das Ende selbst hat mir gut gefallen. Es war überraschend in vielerlei Hinsicht, aber ich war damit zufrieden. Einige Fragen bleiben zwar unbeantwortet, aber ich finde das nicht weiter schlimm.

Die Geschichte lebt auch von den wechselnden Standpunkten. In jedem Abschnitt wird aus der Sicht eines anderen Charakters erzählt. Das fand ich im ersten Band gut. Im Zweiten war es jedoch zu viel – es sind auch deutlich mehr Sichtweisen vertreten.
Besonders ärgerlich war, dass eine Nebenhandlung auf dem Meer die anderen Handlungsstränge „ständig“ unterbrochen hat. Das war jedoch nicht der einzige Grund, aus dem mir der dortige Charakter immer unsympathischer wurde …

Unstimmig war leider auch der Auftritt des „Großen Skorpions“. Der Herrscher von Oramar wird stets als grausam und allgemein als sehr böse dargestellt.
Er ist irgendwie das große Übel, das viele Charaktere zu dem treibt, was sie tun.
Tatsächlich zu Gesicht bekommen habe ich ihn als Leser nur einmal und – es tut mir leid – aber er hat meine Erwartungen nicht erfüllt.
Er war einfach nicht schrecklich! Das hat mich schockiert.

Zitat

„Ich weiß nicht, ob du je von Gesetz der Skorpione gehört hast?“
Ela schüttelte den Kopf.
„Es ist alt und es verlangt, dass jeder Herrscher von Oramar seine Brüder töten muss, sobald er den Pfauenthron besteigt.“
„Seine eigenen Brüder?“
„Es klingt furchtbar, doch ich denke, dieses Gesetz hat schon viele Bruderkriege verhindert.“

Schreibstil

Die Dialoge in den Büchern sind große Klasse! Fink hat es immer wieder geschafft, die richtigen Worte zu finden und so jede Figur zu etwas Besonderem zu machen.

Es scheint fast mühelos. Die Worte fließen nur so dahin beim Lesen.

Fazit

Ich kann die Trilogie Der Prinz der Skorpione empfehlen. Torsten Fink schreibt großartig. Allerdings rate ich dazu, die drei Bände rasch nacheinander zu lesen, da viele Figuren in ihnen vorkommen und man sonst leicht den Überblick verlieren kann. Ich vergebe 7,8 von 10 Punkten.

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