Die Heldin von Valkania – Gerd Hoffmann

Eine junge Frau, die noch nie ein PC-Spiel angefasst hat, wird in eines hineingesogen.

Inhalt

Der Tag hatte für Miriam schon schlecht begonnen. Den Bus zu verpassen und von ihrem cholerischen Vorgesetzten eine „letzte Mahnung vor der Entlassung“ zu erhalten, war schon keine wahre Freude gewesen. Doch durch ein merkwürdiges Licht ohnmächtig zu werden und an einem anderen, fremdartigen Ort aufzuwachen, definierte den Begriff „Schlechter Tag“ ganz neu. Wäre nicht der gut aussehende Waldläufer mit seinem nicht ganz so gut aussehenden Begleiter aufgetaucht, hätte ein Wolfsrudel Miriams schlechten Tag unzeremoniell beendet. (Quelle: Kurzbeschreibung zum Buch)

Meinung

Miriam landet unerwartet in einem PC-Spiel und muss erst mal um ihr Überleben kämpfen. Aber natürlich bleibt es nicht bei einem einfachen Kampf ums Überleben, viel mehr prallen zwei Welten aufeinander und das sorgt für jede Menge unterhaltsame Situationen.

Das Buch hat mir gut gefallen. Es eignet sich gut zur leichten Unterhaltung, wegen der lustigen Dialoge, der doch sehr heldenhaften Handlung und der schönen Einfügung aller möglichen Fantasy-Klischees. Mir haben diese Klischees viel Freude gemacht. Gerade weil Miriams Abenteuer innerhalb eines Fantasyspiels stattfindet, ist diese Handlung auch nachvollziehbar und in keiner Art störend.

Außerdem hat Die Heldin von Valkania trotzdem noch einen schönen zusätzlichen Aspekt, durch den die Geschichte etwas Besonderes wird: auch die Echte Welt spielt noch eine Rolle… und ist ebenfalls bedroht.

Der Autor spielt schön mit den bekannten Bildern, Klischees und Namen. Nur das Ende hat mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurückgelassen. Naja, ich hatte etwas gemischte Gefühle und hätte mir wohl eine andere Auflösung gewünscht. Aber das hat die Lesefreude nur unmerklich geschmälert.

Schreibstil

Hoffmann schreibt einfach und dadurch sehr angenehm flüssig, ohne dass sein Sprachstil weiter auffallen würde.

Zitat

„Könnt Ihr mich nach Hause bringen?“, fragte sie schließlich, indem sie allen Mut zusammennahm.
„Wo kommt Ihr denn her, Mylady?“, kam die prompte Rückfrage.
„Aus Köln!“
Eldrick schien nicht zu verstehen.
„Aus Köln! In Deutschland!“, versicherte Miriam mit Nachdruck.
„Verzeiht, Mylady, aber von so einem Ort habe ich noch nie gehört.“

Fazit

Die Heldin von Valkania bietet herrlich erfrischende, leichte Unterhaltung. Mehr muss man gar nicht dazu sagen.

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