Matcha – Dr. Angela Fetzner

Gesundheitswunder aus Japan oder teurer Trendtee

Als Teeliebhaber stößt man früher oder später auf den Matcha, einen meist hochgelobten, japanischen Tee.

Um mir darüber klar zu werden, ob der Matcha nur ein weiterer Grüntee aus Japan ist oder ob wirklich mehr dahinter steht, habe ich nach dem Buch »Matcha – Gesundheitswunder aus Japan oder teurer Trendtee« gegriffen.

Inhalt

„Matcha ist ein zu einem feinen Pulver vermahlener Grüntee, der schon lange in der japanischen Teezeremonie verwendet wird. Mittlerweile hat der giftgrüne Tee auch den europäischen Markt erobert und ist zu einem regelrechten Trendgetränk avanciert.

Matcha ist ein typisches Beispiel für ein neues Wundermittel, das gegen fast alle Beschwerden und Krankheiten helfen soll.
Aber was ist wahr daran?“ (Quelle: Kurzbeschreibung zum Buch)

Meinung

Matcha – Gesundheitswunder aus Japan oder teurer Trendtee gibt einen guten Überblick über den grünen Pulvertee.
Fetzner setzt sich in ihrem Buch mit dem Matcha auseinander und stellt kurz und prägnant – sehr prägnant – einige Fakten vor.

Es gibt einen prosaähnlichen Einstieg, den ich als angenehm empfand. Danach wir es sogleich sachlich. Das hat mich allerdings kaum gestört. Ich hatte das Gefühl, einige interessante Fragen beantwortet zu bekommen, ohne dass mir dabei die Meinung der Autorin direkt auf die Nase gebunden wird.

Neben den gesundheitlichen Auswirkungen ist auch die Erläuterung der Teezeremonie faszinierend. Wer wissen möchte, wie er seinen Matcha am besten zubereitet und warum er dabei weder Holzlöffel noch Metalllöffel verwenden soll, findet in diesem Sachbuch einige Antworten. Generell bewirkt Metall wohl eine Geschmacksbeeinträchtigung.

Zitat

„Zu beachten ist auch, dass Catechine durch Milch gebunden und daher wirkungslos werden. Man sollte seinen Matcha-Tee daher stets ohne Milch trinken.“

Sprache

Fetzners Sprache ist sachlich und ohne unnötige Ausschmückungen. Vor allem die gesundheitlichen Wirkungen werden fachlich und mit einigen Fachbegriffen dargelegt. Zum Glück gab es meist eine laiengerechte Erklärung.

Fazit

Eine geballte Ladung an Informationen. So kann man Matcha – Gesundheitswunder oder teurer Trendtee sicherlich beschreiben. Das Buch war rasch durchgelesen und ich habe viel mitgenommen. Zumindest möchte ich das behaupten 😉

Mit dem letzten Kapitel, also mit Fetzners Fazit, war ich allerdings nicht zufrieden. Es war für mich kein Fazit, das sich aus dem, was sie in den vorherigen Kapiteln geschrieben hat, erschloss. Es schien mir fast widersprüchlich.
Aber am Ende muss sich wohl jeder selbst eine Meinung bilden.

Ich werde jedenfalls erstmal nicht zum Matcha greifen, sondern bei dem ebenfalls japanischen Sencha bleiben – da ist die Zubereitung leichter.


 

Teil meiner Sachbücher 2015

1 Gedanke zu “Matcha – Dr. Angela Fetzner

  1. Ob etwas ein Trend ist (oder gar gesund sein soll) oder nicht, geht zum Glück ziemlich an mir vorbei. Und irgendwie habe ich immer – wenn ich denn mal etwas davon mitbekomme – das Gefühl, dass man sich nur ein eigenes Urteil bilden kann, welches dann vor allem auf dem eigenen Bauchgefühl basiert. 😉

    Ich versuche übrigens immer noch herauszufinden, ob ich Match mag oder nicht. Es gibt in unserer Stadt eine japanisch-französische Konditorei und ich probiere immer wieder Gebäck und Getränke mit Matcha aus, weil ich einfach neugierig bin. Optisch sind die Sachen jedes Mal großartig, geschmacklich wechselt es zwischen sehr lecker und „irgendwie fremdartig“… *g*

Schreibe einen Kommentar