Paycheck – Philip K. Dick

Jennings arbeitet zwei Jahre lang an einem Geheimprojekt.
Danach wird sein Gedächtnis gelöscht.

Meinung

Paycheck ist eine Kurzgeschichte über einen Mann, der statt des abgemachten Honorars nur sieben unbedeutende Gegenstände in einem Umschlag erhält. Sein Gedächtnis wurde nach der Arbeit an einem geheimen Projekt wie verabredet gelöscht und nun bleibt ihm nur die Frage, warum und wozu er sein Honorar für Gegenstände wie einen halben Poker Chip eingetauscht hat.

Doch als er von der Polizei verhaftet wird, erweißt sich schon der erste Gegenstand als hilfreich bei der Flucht.

Ich finde es faszinierend, wie die Geschichte aufgebaut ist und wie kleine Bruchstücke Jennings immer weiterhelfen.
Obwohl er anfangs keinen Sinn dahinter sieht und sich an nichts mehr erinnert, vertraut er seinem früheren Selbst.

Die Beziehung zwischen dem Individuum und den politischen und ökonomischen Kräften findet zusätzlich zum eigentlichen Geschehen stark anklang in Paycheck.

Insgesamt ist Paycheck zwar eine sehr kurze dafür aber handlungsgeladene Geschichte, über die Möglichkeiten, die ein Blick in die Zukunft gewähren könnte.

Zitat

The he of those two years had known things that he did not know now, Things that had been washed away when the company cleaned his mind. Like an adding machine which had been cleared. Everything was slate-clean. What he had known was gone, now. Gone, except for seven trinkets, five of which were still in his pocket.

Verfilmung

Trotz des identischen Namens gibt es einige subtilere Unterschiede zwischen Film und Geschichte, wie beispielsweise die Tatsache, dass es im Buch keine Seltenheit ist, dass die Arbeiter auf ihr Honorar verzichten und dafür andere Gegenstände mitnehmen. Andererseits ist das Gedächtnislöschen im Film ein bekanntes Mittel, im Buch hätte dem Protagonisten jedoch niemand geglaubt, dass es möglich ist.

Ein größerer Unterschied liegt in der Funktionsweise des Geräts, an dem Jennings mitarbeitet – hier möchte ich aber nicht zuviel vorwegnehmen.

Es ist auch nicht verwunderlich, dass der Film eine deutlich längere Handlung hat als die Kurzgeschichte.
Das heißt nicht nur, dass es mehr Gegenstände gibt, sondern auch, dass die Auswikungen, die ein Zukunftsmonitor haben kann, mit aufgenommen werden. So sollen Epidemien, die das Gerät vorhersagt, erst durch Maßnahmen, die zur Verhinderung ergriffen werden, ausgelöst werden. Dieser Aspekt ist in keiner Weise in der ursprünglichen berücksichtigt und durch ihn ändert sich in gewissem Sinn die Grundaussage der Geschichte.
Gerade wergen dieser zusätzlichen Ebene finde ich den Film Paycheck absolut empfehlenswert.

Fazit

Paycheck ist eine aufregende Geschichte, die die neuen Möglichkeiten, die durch Zeitreise entstehen, einfallsreich verpackt. Es ist erstaunlich, wie wertvoll ganz belanglose Gegenstände werden, kann man sie im rechten Moment nutzen.


 

Teil der Film zum Buch Challenge 2015

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