Torrent – Lindsay Buroker

Eine weibliche Indiana Johnes, ein Programmierer mit Sensationshunger und eine ehemalige Wimbledongewinnerin treffen auf ein gefährliches Monster und mysteriöse Motorradfahrer.

Torrent ist der erste Band der Reihe Rust & Relicts von Lindsay Buroker und ist sowohl sehr humorvoll als auch atmosphärisch. Ich habe das Buch auf englisch gelesen.

Schwierigkeitsgrad Englisch: Mittel

Inhalt

“When Delia chose to major in archaeology, she imagined herself as the female Indiana Jones of the Southwest.
Scouring the mountains of Arizona with Simon, her best friend and computer geek extraordinaire, Delia dreams of turning their scavenging enterprise into a legitimate business. More, she longs to earn the respect of peers who shun her for turning into a treasure hunter. What she doesn’t dream of is stumbling across a decapitated body in an old mine near Prescott.
Something dangerous has come to the mountains, and two Harley-riding strangers are the only ones who seem to have a clue.” (Quelle: Kurzbeschreibung zum Buch)

Meinung

Die Geschichte ist spannend erzählt. Es gelang der Autorin, mich von Anfang an zu fesseln.
Gerade bei den düsteren Stellen im Buch (die Hauptpersonen sind häufig im Dunkeln oder Fast-Dunkeln unterwegs) ist die Atmosphäre großartig. Es fühlte sich bedrohlich und bedrückend an und hat mich schneller eine Seite nach der anderen umblättern lassen.
Andererseits sind die Dialoge der Figuren klasse. Sie klingen sehr überzeugend. Zudem haben sie mich immer wieder dazu gebracht zu grinsen oder das eine und andere Mal zu lachen!
Immer wieder bekommt man mehr Informationen über das Monster oder die beiden geheimnisvollen Männer und es ging mir nicht anders als der Hauptperson Delia. Ich wollte mehr wissen.
Simons Sensationsgier hat mich hingegen das eine oder andere Mal richtig geärgert. Ich verstehe ja, dass Delia und Temi ohne ihn die Stadt verlassen und das Monster Monster sein lassen hätten, aber selbst Simon muss einen Funken Vernunft haben, oder? Ich hätte ihn am liebsten angeschrien, doch nicht so lebensmüde zu sein. Und alles wegen ein paar Bildern. Aber so ist er wohl und schlussendlich konnte ich damit leben.
An sich sind die Figuren alle sehr ausdrucksstark beschrieben. Vor allem mit Delia habe ich die ganze Zeit mitgefiebert, mir Sorgen gemacht und gerätselt.
Torrent enthält sowohl Fantasy als auch Science-Fiction Aspekte und ich war mir bis zum Schluss nicht sicher, wo ich die Geschichte einordnen sollte. Das war total faszinierend und hat die Geschichte nur noch spannender gemacht.
Das offene Ende fand ich etwas schade. Es bleibt viel unbeantwortet und ich hatte das Gefühl, nur an der Oberfläche eines großen Geheimnisses gekratzt zu haben. Aber es gibt ja zum Glück eine Fortsetzung.

Zitat

“Is joking really appropriate here?“
“Oh, I’m sure it’s not, but searching for sarcastic things to say is a great way to avoid thinking too much about the horror of what actually happened. That leads to weeping, hysterics, and group hugs. I find all of those activities counterproductive.” I’d never been good at sharing my emotions with others.

Schreibstil

Mir fiel beim Lesen immer wieder der großartige Wortreichtum auf. Die Autorin schreibt mit wenigen präzisen Worten und schaffte es damit, ein deutliches Bild in meinen Kopf zu projizieren.
Die Sätze hatten eine angenehme Länge und es war leicht und flüssig zu lesen – bis auf einige Wörter, die ich nachsehen musste.
Ich fand es außerdem großartig, wie die Autorin sehr viele Informationen über die Dialoge weitergegeben hat.

Fazit

Torrent von Lindsay Buroker ist ein spannendes Buch, das mich zum Lachen und Mitfiebern gebracht hat. Auch Simons Unvernunft hat daran nichts geändert. Ich wollte das Buch am Ende gar nicht mehr auf der Hand legen.
Daher vergebe ich 9,0 von 10 Punkten.

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