Totenfreund – Jenna Kosig

Ein Mann lebt seinen schlimmsten Albtraum.

Totenfreund ist der gelungene Debüt Roman von Jenna Kosing, ein Thriller, bei dem die emotionale Seite nicht zu kurz kommt.

Inhalt

Seit dem Tod seiner Frau Lara leidet der Polizist David Westers an schrecklichen Albträumen. Nur seine kleine Tochter Mia hält ihn am Leben. Und die Tatsache, dass der Mörder seiner Frau ebenfalls tot ist. Vier Jahre nach den schrecklichen Ereignissen wird auf einem verlassenen Bauernhof eine weibliche Leiche gefunden. Sie ist nackt. Ihr Körper ist mit dutzenden Schnittwunden übersät. Der Mord weckt schmerzliche Erinnerungen bei David. Und dann ist da noch das bizarre Detail, dass der Mörder einen Käfer in der Hand der toten Frau platziert hat.
(Quelle: Kurzbeschreibung zum Buch)

Meinung

Totenfreund ist ein spannendes Buch, das zum Mitfiebern einlädt. Die Hauptfigur David ist alleinerziehender Vater und muss nicht nur seinen Job weitermachen und seine Tochter großziehen, sondern irgendwie auch noch mit seinem Verlust klarkommen.

Obwohl natürlich der Thriller-Teil im Vordergrund steht, sind auch Familie und Romantik sehr schön in die Geschichte eingearbeitet und ich habe die Momente zwischen David und seiner Tochter Mia sehr geliebt. Manch einen mag das stören, mir hat gerade der emotionale Anteil inTotenfreund gefallen.

Die Handlung baut sich gut auf und ich mochte die Vorahnungen, die immer wieder eingestreut wurden. Daher war das Buch dann auch ziemlich schnell durchgelesen, nachdem ich es angefangen hatte.

Der Symbolismus rund um den „Totenfreund“ hat mir gut gefallen.

Im Nachhinein hätte ich mir nur noch etwas mehr gewünscht, gerade was ein paar Nebencharaktere betraf, die leider etwas farblos blieben.

Auch dass mir fast alle Namen englisch schienen, obwohl ich eigentlich die ganze Zeit das Gefühl hatte, die Geschichte müsste in Deutschland spielen, war… merkwürdig.

Insgesamt mochte ich Totenfreund von Jenna Kosing vor allem wegen David, mit dem ich einfach mitfiebern musste, und wegen Mia, weil ich sie sofort liebgewinnen konnte. Es ist ein spannender Thriller, mit viel Atmosphäre und runder Handlung.

Zitat

Mia öffnet ihre Augen und blickt mich an.
„Ich hab dich lieb, Papa“, sagt sie. Und das ist das Einzige, was wirklich zählt.

Schreibstil

Wer auf die erste Seite des Buchs guckt, wird drei Mal auf der ersten Seite über das Wort „Geruch“ stolpern. Das kann täuschen. Tatsächlich ist der Schreibstil danach sehr flüssig und fällt eigentlich gar nicht mehr auf.

Außerdem schafft es Kosing geschickt Stimmung zu erzeugen und trotzdem nicht in Beschreibungen auszuschweifen. Eine gewisse Szene – ich möchte nicht vorwegnehmen welche – war richtig schön gruselig.

Der Schreibstil ist unkompliziert und direkt und durch die Wahl des Präsens ist man dann direkt mittendrin.

Fazit

Der Thriller Totenfreund bietet gute Unterhaltung, Charaktere, in die man sich einfühlen kann, und stimmungsvolle Szenen.


 

Vielen Dank an Jenna Kosig für das Rezensionsexemplar.

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