Traumblut – Lexy Golden

Liebe deinen Feind.
Manchmal ist er gar nicht so schlimm, wie du denkst.

Traumblut ist eine gelungene Fantasyromanze mit einem Hauch Erotik.

Inhalt

Wieder finden die Sirasons – Die Spiele um die Herrschaft – statt.
Leya wird von den Menschen gewählt, um als Traumdiebin an den Spielen teilzunehmen.
Doch auch die Söhne des Herrschers – Yeal und Dijon – werden antreten, um die Herrschaft der Illusionisten zu verteidigen.
Allerdings verlaufen die Spiele anders, als Leya erwartet.

Wird sie es schaffen, die Spiele zu gewinnen, damit die Traumdiebe die grausame Herrschaft des Lord Parsen ablösen können?
Und was ist mit Yeal Parsen, der seine eigenen Absichten hegt und Leya mit seinen Illusionen manipuliert?  (Quelle: Kurzbeschreibung zum Buch)

Meinung

Ich habe es genossen, Traumblut zu lesen. Das Buch war für die eine oder andere Überraschung gut.
Allerdings hat es auch so seine Schwächen – da muss ich ganz ehrlich sein – aber dir Geschichte an sich ist superinteressant.

Das ganze Setting ist toll. Ich mochte die Traumdiebe und die Illusionisten, die Träumer und auch die Nichtträumer. Und ganz besonders Leya Zahera, die eigensinnige Protagonistin, der Aufgeben anscheinend fremd ist.

Traumdiebe und Illusionisten – beide haben magische Kräfte – kämpfen um die Vorherrschaft in einer Stadt. Die Teilnehmer für die Kämpfe werden von den Menschen gewählt. Die Protagonistin, Leya, ist Traumdiebin und natürlich haben die Illusionisten seit vielen Jahren ununterbrochen gewonnen.

Sie scheint die Erste seit Langem zu sein, die eine echte Chance hat.

Leider macht ihr Yeal Parsen, der Sohn des Herrschenden, das Leben zur Hölle und, obwohl er ihr auch manchmal hilft, hat sie eine riesige Abneigung gegen ihn. Zugegeben, dass er ihr hilft, weiß man als Leser eher als sie 😉

Das Schöne an der Geschichte ist, dass die Beziehung zwischen den beiden und die ganzen anderen Dinge – neue Regeln in den Kämpfen, das Auftauchen von Seelenbrechern, … – in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Leya macht sich viele Gedanken darüber, dass ihre Familie und die Menschen, die sie gewählt haben, ihr Vertrauen in sie setzen. Sie möchte sie nicht enttäuschen. Und sie will sich vor allem nicht von gefühllosen Illusionisten an der Nase herumführen lassen!

Die Traumdiebe und Illusionisten haben ihre ganz eigene Magie und die hat es mir angetan. Auch die Aktionszenen, z.B. in den Kämpfen, haben mir sehr gut gefallen.

Kleine sprachliche Schwächen haben allerdings die Lesefreude gedämpft.
Leider wirken auch ein paar Szenen in Traumblut aufgesetzt. So als fände der Wortwechsel nur für den Leser statt, damit er die eine oder andere Information enthält oder damit die Geschichte so weitergehen kann, wie sie es soll.

Der positive Eindruck der Geschichte bleibt dennoch.

Zitat

„Versprich nur eins: Brich die Kämpfe ab, sobald sich die Regeln im Turnier ändern sollten.“

Schreibstil

Der Schreibstil der Autorin lässt sich gut lesen.

In manchen Sätzen hat Golden allerdings, meinem Sprachgefühl nach, die falsche Zeit verwendet.
Und manchmal gab es eine Inkonsistenz in der Erzählperspektive. Damit meine ich Folgendes: Wenn in einem Kapitel, das aus Leyas Sicht geschildert wird, steht „Angst stand in Leyas Augen.“ Das ist eine Beobachtung, die von außen stattfindet. (Ich weiß nicht, ob dieser Satz so im Buch vorkommt.)

Es sind Kleinigkeiten, aber sie haben mich doch das eine oder andere Mal stocken lassen.

Fazit

Traumblut von Lexy Golden hat mir insgesamt sehr gut gefallen – trotz einiger Schwächen.

Ich werde auch ziemlich sicher noch weitere Bücher der Autorin lesen, einfach weil mir die Welten und Wesen gefallen, die sie erschafft, und weil die Geschichte trotz des überschaubaren romantischen Hauptstrangs ein paar wirklich interessante Wendungen für mich bereithielt. Insgesamt vergebe ich 6,4 Punkte.

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